La Palma
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Virgen del Piño, La Palma


La Palma ist für uns schon fast zu einer zweiten Heimat geworden. Obwohl es eigentlich für uns kaum noch Neues zu entdecken gibt, weil wir eh schon fast jeden Winkel kennen gibt es paradoxerweise jedes Mal noch mehr Neues. Und sei es nur das Wetter, das jedes mal aufs Neue mit uns spielt, und die Insel damit wieder in neuem Licht erscheint. Wer im Winter reist, sollte trotz Allem den warmen Pullover nicht vergessen. Es kann, vor allem nachts, sehr frisch werden. Und die kanarischen Häuschen sind aus verständlichen Gründen nicht so gut isoliert wie die unseren und die Heizungen nicht ganz so leistungsfähig.

Traumhafte Natur, vom subtropischen "Nebelwald" bis zur kargen Wüste, vom Sandstrand bis zur Hochgebirgsregion, enge, mehrere hundert Meter tiefe Schluchten und ausgedehnte Täler. Das alles zusammengedrängt auf etwa 50 mal 30 Kilometern. Ein angenehmes Klima rund ums Jahr - meistens jedenfalls-, allerdings nur mäßige Strände. Oft genug kann man sich dann noch aussuchen, ob man unter, in oder über den Wolken wandern will, je nach Wetterlage kann man auf der einen oder anderen oder beiden Seiten der Insel baden gehen. 

Am besten erlebt man die Insel abseits der beiden Touristenhochburgen in einem privaten Appartement oder Finca, mit Mietwagen, Rucksack und Bergstiefeln. 

Die Zeit auf dem Viereinhalbstundenflug sollten Sie besser nicht mit dem langweiligen Bordprogramm des Charterfliegers totschlagen. Es geht besser und sogar unterhaltsamer, dank Herrn Siebolds Site: http://www.la-palma-aktuell.de. Dort drucken Sie sich die Neuigkeiten der letzten vier Monate aus und zusätzlich diejenigen Ihres jetzigen Ferienmonats aus dem Vorjahr. Ich garantiere Ihnen, dass Sie sich wünschen, der Flug hätte eine Stunde länger gedauert. Sie haben sich köstlich amüsiert und sind zudem recht gut im Bilde, was auf der Insel gerade so ab geht, damit Ihnen nichts abgeht.

Casa Mancha. 
Sie schrecken davor zurück, an einem Ort Urlaub zu machen, an dem sich Fuchs und Has' gute Nacht sagen? Weil es Ihnen dort zu laut und umtriebig ist? Sie wollen einhundertfünfprozentig sicher gehen, das Ihnen keine tanzenden, grölenden oder schnarchenden Miturlauber Ihren nächtlichen Erholungsschlaf rauben? Dann sind Sie auf dem Casa Mancha genau richtig. Aber Vorsicht, da gibt es dann wirklich nur Sie und das Casa Mancha und sonst nichts, niemanden, nur die Stille und nachts die Dunkelheit.
Ein kleines und trotzdem geräumiges, zudem schmuck-kreativ herausgeputztes Häuschen und, speziell für Selbstversorger wichtig, eine exzellent ausgestattete Küche. Was jetzt natürlich die logistische Frage aufwirft, wie man diese mit dem nötigen Kochgut befüllt. Jedenfalls braucht das etwas mehr Planung als in zivilisierteren Gegenden, mit einem Laden um die Ecke. Dafür werden sie mit einer kaum noch zu überbietenden, herrlichen Lage belohnt, mit freiem Blick aufs Meer und genau an der Grenze, wo Sie bereits die dunklen Wolken des "hohen Nordens" sehen, aber noch die Sonne genießen. In klaren Nächten sitzen Sie draußen, schalten das Licht aus, trinken palmerischen Rum oder einen Caipirinha vom selben, lehnen sich zurück und lassen sich fallen - geradewegs in den grandiosen Sternenhimmel. Falls Sie sich lieber bekochen lassen, habe ich dennoch eine gute Nachricht. In jeweils etwa zehn bis fünfzehn Minuten ist man entweder in Garafia oder Puntagorda, mit genügend Auswahl an günstig-guten bis exzellent-feinen Restaurants.
Das Casa Mancha hätte uns schon dieses Jahr wieder gesehen. Aber wie es scheint, gibt es noch andere Zeitgenossen mit ähnlichen Vorlieben. Was mich abschließend zu der Frage leitet, welcher Teufel mich wohl geritten hat, dass ich hier auch noch Werbung dafür mache...
http://www.lapalma1.de

Primavera. Sie mögen's ruhig, finden es aber trotzdem angenehm wenn man mit einem Nachbarn hin und wieder einmal ein wenig plaudern kann? Oder wenn der Besitzer gelegentlich mal was für die Feriengemeinschaft organisiert, an Silvester zum Beispiel? Dann werden Sie hier ihre Freude haben. Sehr gut ausgestattete und komfortable Appartements und Frühstücksbrötchen-Service. 
Nicht weit davon entfernt gibt ein sehr gutes Lokal, das Mariposa, das einheimische Küche gehobenen Standards präsentiert, und das zu recht zivilen Preisen. Den Rückweg findet und schafft man auch noch nach einem Liter palmerischen Wein, sofern man die Taschenlampe nicht vergessen hat.

Routa los Volcánes. Die Tour schlechthin auf La Palma. Allerdings knapp zehn Stunden lang. Wer so faul ist wie wir, kann sich aber durchmogeln: Einmal vom Refugio del Pilar aus zum Deseada und zurück und das andere Mal vom Volcán San Martín  zum Deseada rauf und runter. Das ist dann zwar insgesamt mehr, aber dafür mit weniger Stress, weil auf zwei Tage verteilt. Ich finde es auch keineswegs langweilig, eine Strecke zweimal zu laufen. Auf dem Rückweg tun sich völlig andere Blickwinkel auf, und das Licht hat sich inzwischen auch verändert.
Wer Glück oder Pech hat, je nachdem wie man es betrachtet, kann dort den Passat auch von seiner allerwildesten Seite erleben. Einmal so wild, dass wir auf halbem Weg umkehren mussten. Für Verpflegung und Sonnenschutz müssen Sie selbst sorgen. Es gibt weder Restaurant noch Wasser noch Schatten.

Nacientes Marcos y Corderos. Etwas für die ganz Abgedrehten, die auf eine Sonneninsel fliegen, um dann stundenlange Touren durch nasse, enge und stockdunkle, teilweise mehrere hundert Meter lange Tunnel zu machen, um genauer zu sein dreizehn davon. Damit Ihnen nach dem Zwölften vor lauter Abenteuerlust nicht zu wohl wird, werden Sie mitten im Dreizehnten auch noch richtig abgeduscht. Sie finden das immer noch gut? Dann ist Ihnen wirklich nicht mehr zu helfen und Sie sollten diese Tour unbedingt machen. 
Im Ernst: Eines der ganz großen Naturkinos, das La Palma zu bieten hat. Aus nahe liegenden Gründen leider fotografisch nicht so ganz leicht zu bewältigen, und so hoffe ich, dass die Bilder nicht allzusehr abschrecken. 

Barranco del Agua. La Palma ist die Grünste der Kanaren. So steht es jedenfalls im Prospekt. Die erste Ernüchterung kassierten wir damals, als wir beim Landeanflug einen Blick aus dem Fenster warfen. Dann begingen wir den zweiten "Fehler": Die erste Tagestour ging in den Süden. Und schon stand unsere Vorstellung von La Palma auf dem Kopf.
Wenn Sie La Palma von der Grüner-Gehts-Nimmer-Seite kennenlernen wollen, dann müssen Sie in den Norden gehen. Nach Los Tilos zum Beispiel. Oder zum Barranco del Fagundo (siehe unten). Oder in den Barranco del Agua. Stellen Sie sich dort aber auf glitschig-moderige Nässe und atembeklemmend enge Schluchten ein. Die Bilderserie entstand am Grund des Barrancos, nicht auf dem ausgeschilderten Weg in halber Höhe!

Barranco del Fagundo. Dass die Uhren auf La Palma etwas langsamer ticken, ist trotz des allgegenwärtigen Tourismus bekannt. Aber selbst hier gibt es Flecken, die nicht nur völlig von touristischen Unterkünften verschont geblieben sind, sondern sogar für palmerische Verhältnisse in einer anderen Zeitebene zu sein scheinen. Also sozusagen am Ende des Endes der Welt La Palmas. Es gibt ein paar solcher Flecken, sie liegen ausnahmslos im äußersten Norden der Insel. Wir fangen mal mit El Tablado an. Ein inzwischen nahezu ausgestorbenes Nest in traumhafter Lage, für Wanderer jedenfalls, ob ich dort dauerhaft leben wollte ist ein anderes Thema. Es liegt mitten in Orangenhainen, etwa 350 Meter hoch auf einer Klippe über dem Atlantik. Der Abstieg in den Barranco del Fagundo und anschließende Aufstieg zum noch abgelegeneren Nest Don Pedro lohnt sich wirklich. Und spätestens wenn Sie  mit heraushängender Zunge wieder in El Tablado ankommen, sollten Sie sich eine Pause in Rosa's "Bar" gönnen: Hier gibt es den besten frischgepressten Orangensaft der Welt. Und ihr Ziegenkäse ist zwar nicht billiger als sonst wo, dafür aber umso besser.  Aber wehe ich bekomme das nächste mal keinen, weil alles ausverkauft ist!
Wie man Rosa's Bar findet? Ganz einfach: Entweder Sie finden sie nicht, dann hat sie geschlossen; ansonsten finden Sie sie, garantiert :-)
Las Lomadas. Die Pflanzen erobern sich ihren Lebensraum zurück. Der Schutt und die Asche des San Antonio wird wieder zu Erde verwandelt. Und das völlig ohne zutun des Menschen. Eine faszinierende Landschaftsstimmung, von Reiseführern kaum beachtet...
Einige Aufnahmen sind Infrarot. Die ersten beiden Fotos sind auf der Fahrt dahin entstanden, die letzten beiden in den Bananenplantagen bei Las Indias.

Der Roque de los Muchachos, die höchste Erhebung La Palmas, liegt am Kraterrand der Caldera Taburiente und ist Ausflugsziel und Sitz der Sterngucker zugleich. Atemberaubende Tiefblicke in die Caldera de Taburiente sind garantiert. Außerdem ist er eine gute Zufluchtmöglichkeit bei bewölktem Himmel an der Küste. Weil er mit dem Auto so bequem zu erreichen ist, ist er natürlich entsprechend überlaufen, jedenfalls zu urlaubsgerechten Wachzeiten. Für Trittsichere und Schwindelfreie ist der Weg von der Degollada de Franceses aus zum Gipfel zu empfehlen (ca. 1,5 h). Und ja, Sie lesen richtig: Den Rückweg würde ich anschließend entlang der Straße nehmen. Sie wissen dann warum. 
Frühaufsteher sollten unbedingt mal einen Sonnenaufgang am Roque erleben. Die Stille und Ruhe ist unvergleichlich. Dass die eigentlich Zufahrt zum Roque so früh noch geschlossen ist, stört nicht weiter; die besseren Plätze finden sich ohnehin an der Hauptstrecke ab etwa der Degollada de Franceses weiter in Richtung Santa Cruz. Die etwas zähe Anfahrt in der Dunkelheit erfordert allerdings höchste Konzentration: Kurve an Kurve, Steinschlag und Conejos ohne Ende....
Caldera de Taburiente. Einer der größten Erosionskrater der Welt, das eigentliche Wahrzeichen La Palmas. Sehr empfehlenswert ist, vor deren Besuch einen Blick in  das Centro de Visitantes oberhalb von El Paso zu werfen. 
Die Caldera de Taburiente ist ein Ort von ganz speziellem, teilweise spektakulärem Reiz, mehr noch aber von subtil verstecktem und wildem Charme. Für mich einer der magischsten Orte La Palmas, den ich in keinem Urlaub verpassen will. Jedes Jahr zeigt sie sich durch Erosion verändert. Nehmen Sie Badezeug mit, wenn die Gumpen tief genug sind, kann man herrlich darin plantschen, manchmal sogar schwimmen.
Für Trittsichere lohnt sich ein Ausflug zum Cascada Colores. Es ist dort allerdings je nach Wassermenge recht glitschig - Vorsicht also!. Bei Regengefahr sollten Sie die Caldera unbedingt meiden: Allerhöchste Steinschlaggefahr! Und wenn es richtig stark regnet und Sie genauso viel Pech haben wie die Wanderer 2001 (oder genauso dumm sind wie deren Führer), dann werden Sie geradewegs ins Meer gespült...
Cumbre Nueva. Der Verbindungsgrat zwischen Caldera und Cumbre Vieja im Süden, eine Wolkenküche. Der Passat treibt die kühl-feuchte Luft in die Schneise, auf der anderen wärmeren Seite fällt sie nach unten und die Wolken lösen sich auf. Es entsteht ein wasserfallähnliches Wolkengebilde. Unschwer zu erraten, dass dort das Gras besonders grün und die Wolkenstimmungen besonders dramatisch sein können.
Bekannte erzählten mir von ihrer Wanderung auf der Cumbre Nueva. Die dichten Wolkenschwaden zogen im gleißenden Sonnenlicht auf etwa halber Körperhöhe über den Kamm. Sie müssen sich vorstellen was das heißt: Sie sind gefangen, mitten in den Wolken, weil sie nicht mehr sehen wo Sie hintreten!
Übrigens ist es dort wirklich so grün, wenn Nässe und Sonnenlicht ihre Extremwerte erreicht haben.
Vision. Ohne Worte. Meine über mehrere Jahre gesammelten Lieblinge, nicht nur in SW. Aber natürlich auch.
Ich möchte hier erwähnen,  dass das "Gelbe" (sie wissen dann schon, welches ich meine) in erheblichem Maße digital manipuliert ist und ich mir ferner erlaubt habe aus dem Bild links einen überaus hässlichen Leitungsmasten herauszustempeln.

 


Die Bilder von unseren früheren Touren und Unterkünften:


Tour 1: Von der Virgen del Pino zur Cumbre Nueva, Refugio el Pilar und über den Llano de Jable zurück.
Tour 2: Von El Tablado zum Barranco del Fagundo und zurück
Tour 3: Zum Schmugglernest bei Tijarafe
Tour 4: Nach Los Canarios (Fuencaliente) und zum Teneguia
Tour 5: Gewitter-Rundreise durch den Norden
Tour 6: Zum Roque de los Muchachos
Tour 7: Abendstimmung am Volcan de Teneguia
Tour 8: Morgenstimmung auf der Cumbre Nueva
Tour 9: Nach Los Llanos und den Kakteengarten

Die Kameras, mit denen die Bilder gemacht wurden zähle ich jetzt nicht mehr auf. Alles was Sie im 3/4 Format sehen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Olympus E10 aufgenommen. Alles im 2/3 Format stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einer Fuji S2, S3 oder Nikon D70
Alle Fotos (c) 2002..2005 Wilfried Danner


Links zu La Palma:

Top Bilder von Dierk Topp aus La Palma gibt's auf der Galerie von http://www.la-palma.de


Allgemeine Infos zu La Palma unter


http://www.la-palma.de

http://www.la-palma.com
http://www.astrosoft.de/canary_islands/la_palma/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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