Toskana
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Unser regelmäßiges Reiseziel im Spätherbst. Entspannung vom Berufsstress des ferienlosen Sommers, noch einmal die letzte Restwärme des ausgehenden Jahres tanken, dessen unvergleichliche Nebelstimmungen genießen. All dies ohne dafür schon um Vier aufstehen zu müssen, ohne den lästigen Touristentrubel der Hauptreisezeit. Und das alles bei moderaten Preisen, bei weniger gestressten und damit freundlicherem Menschen. Selbstverständlich ist die Toskana auch zu anderen Jahreszeiten außerordentlich schön, aber aus besagten Gründen bleiben wir lieber beim Herbst.

Unsere Reisezeit: Zwischen dem 27. Oktober und dem 7. November, je nach den Herbstferientagen.
Temperaturen: Bei Sonnenschein gerne mal 18-22°, bei Regen schnell unter 5°. Wir mussten bislang allerdings nie mehr als einen vollen Regentag erdulden. Und das ist dann gut für die Bildung und den Bauch. Es gibt schließlich haufenweise gute Museen und gutes Essen...


Der Morgen schien außergewöhnlich klar zu werden. Ich brach vor Sonnenaufgang auf, nach San Gimignano. Im Mischlicht zwischen Morgendämmerung und Laternenbeleuchtung entstanden die ersten Aufnahmen. Kurz danach durchschnitten die ersten grellen Strahlen des klaren Morgens die kalte Luft und brachten die aus der Dunkelheit heraus ragenden Türme zu glühen. Ich entschied mich für die Variante der Verstärkung, Polfilter und Unterbelichtung. Das Ergebnis: Extreme Kontraste, extreme Sättigung, abseits normaler Fotografiergewohnheiten.
Vaianino. Ein Gehöft, größtenteils umgebaut zu einer kleinen, ausgezeichnet ausgestatteten und gepflegten Ferienanlage, mit sehr freundlichen Gastgebern. Die Innenausstattung im traditionellen toskanischen Stil. Irgendwo hinter einigen Kurven zwischen Gambassi Terme und Volterra, mitten im Nichts und dafür in traumhafter Lage. Sieben Kilometer bis zum nächsten Restaurant, zwölf Kilometer zur nächsten Einkaufsgelegenheit, eineinhalb Kilometer Feldweg inbegriffen. Nicht billig, aber bezahlbar, besonders in der Nebensaison. Ein Tipp für alle, die keinen Trubel brauchen und nicht um jeden Cent geizen müssen. Das Einzige was Sie dort aufschrecken wird sind, jedenfalls im Herbst, gelegentliche Schüsse. Es ist Wildschweinjagd.
http://www.agriturismo.com/vaianino/default_de.htm
Nahe Umgebung des Vaianino. Alle Bilder im Umkreis von vier bis fünf  Kilometern. Offensichtlich am frühen Morgen, kurz vor oder nach Sonnenaufgang. Kann man sich besser entspannen?
San Gimignano SW. Ich wage es einfach. Ich habe eine leidenschaftliche Tendenz zu tiefen Tönen, die eigentlich nur im Druck so kommen wie ich das möchte...
Skyscrapers. Das Manhatten des Mittelalters - Sie sehen schon, ich kann es nicht lassen. Besonders intensiv wird das Erlebnis nach einem Gewitter, wenn die Feuchtigkeit ihre eigenen Farben schafft, wenn die Wolken noch tief hängen und die Wolkenkratzer ihrem Namen alle Ehre machen.
Pentolina. Zu manchen Dingen kommt man wie die Jungfrau zum Kind. So wir zum Pentolina, einer Hapimag-Anlage, einem alten Gutsbesitz, der vor einigen Jahren zu einer, nach nackten Zahlen betrachtet, schon eher beunruhigend großen Ferienanlage umgebaut wurde. Es fehlt an nichts, weder an animiertem Freizeitangebot und organisierten Ausflügen, noch an gutem Restaurant, noch an Einkaufsgelegenheit, noch an hübsch angelegten Wanderwegen direkt anbei und in naher Umgebung. Das Ganze in herrlicher Lage auf einem Hügel, frühnebeldurchflutet, jedenfalls im Spätherbst. Und wie bereits angedeutet, hapimagtypisch perfekt organisiert, bis ins Detail. Für meinen Geschmack bisweilen zu perfekt. Aber das ist ein anderes Thema und soll hier keinesfalls als Kritik verstanden werden. So war dies sehr wahrscheinlich nicht unser letzter Aufenthalt dort.

Frosini. Die Toskana hat nicht nur kulturell sondern auch kulinarisch einiges zu bieten, aber das sollte hinlänglich bekannt sein. Dass auch dort nicht alles Gold ist was glänzt wird ebenfalls kaum überraschen. So manches wirklich gute Restaurant ist daher recht schwierig auszuloten. Ein diesbezügliches Glanzlicht haben wir in Frosini gefunden. Es präsentiert sich bereits per Hinweisschild am Ortseingang schlicht als Pizzeria, was nicht nur einer Untertreibung des Jahres gleichkommt. sondern auch noch schlichtweg falsch ist: Mittags gibt es dort gar kein solches Gebäck. Wenn man den Eingang derselben in dem fast vollständig zugewachsenen Schloss gefunden hat, dann spürt man allerdings sofort, wo man sich befindet und erahnt bereits, dass das was sich auf dem Teller wiederfinden könnte vielleicht doch weniger bescheiden ist. Die Speisekarte und das was danach kommt, vertreiben dann die letzten Zweifel. Einer meiner Favoriten sind die Tagliatelle mit roh gehobelten Trüffeln: Wald breitseite. Dazu einen feinen Brunello. Aber auch die Bruschette Toskane sind nicht schlecht. Sogar eine Spezialkarte mit Gerichten aus biologischem Anbau gibt es. Der an einiegen Stellen schiefe Ziegelboden lässt zwar manchen Tisch krumm stehen, aber schließlich macht gerade das alles zusammen die originell-perfekte Mischung aus Urigkeit und Gediegenheit.

Skulpturenpark Daniel Spoerri am Monte Amiata, bei Seggiano. Für Liebhaber moderner Kunst ist dieser auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Park öffnet im Winter um 15 Uhr, im Sommer um 16 Uhr und schließt um 20 Uhr. Wer auf Trüffelgerichte der feineren - und zwangsläufig teureren - Art steht, kann den Nachmittag mit einem Schmaus im Albergo Silene verbinden. Einfach am Skulpturenpark vorbeifahren, den Berg rauf ins nächste Nest und dort an der Kreuzung halten. Sobald Sie die Eingangstüre öffnen, wissen Sie augenblicklich was dort in erster Linie verkocht wird. So fünfundsechzig Euro (oder mehr - was dann allerdings nur noch vom "Traubensaft" abhängt) pro Nase sollte man aber schon einplanen, damit das Ganze, inklusive Bauch schön rund wird! Das sind dann vier Gänge inklusive Grappa und Espresso.


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